Sprachlernen und Helfen

Die vergessenen Flüchtlinge der Westsahara

Die Westsahara ist die letzte Kolonie Afrikas und das weltweit größte Territorium, das bis heute auf seine Dekolonisierung wartet. Die ehemals spanische Kolonie wird seit 1975 von Marokko besetzt. Ein Großteil der Bevölkerung wurde vertrieben und lebt seitdem in Flüchtlingslagern in der algerischen Wüste, abhängig vom Wohlwollen internationaler Hilfsorganisationen, die das Überleben der Flüchtlinge sichern.

Lernen und Reisen 2012_2013

Nach einem auszehrenden Krieg zwischen der Befreiungsfront POLISARIO und der marokkanischen Armee wurde 1991 ein Waffenstillstand geschlossen und von der UNO ein Referendum in Aussicht gestellt. Bis heute jedoch wurde den Bewohnern der Westsahara und den Flüchtlingen eine Abstimmung über die politische Zukunft ihres Landes verweigert.

Leistungen auf einem Blick
· Transfer vom Flughafen Tindouf zu den
Flüchtlingslagern
· Arabisch-Intensivkurs für Anfänger und Fortgeschrittene
in kleinen Gruppen (10 Teilnehmer)
· In den Lagern Verpflegung und Unterbringung
in Familien
· Begleitprogramm an freien Tagen
· Unterstützung bei der Durchführung eigener
Projektideen in den Flüchtlingslagern
· Visabeschaffung
· Insolvenzversicherung
· Flugbuchung auf Wunsch (die Flugkosten ~
max. 560 € – sind nicht im Preis enthalten)

Reisezeiten:

11. Februar – 10. März 2012

8. September – 6. Oktober 2012

Reisepreis (ohne Flug):
530 €

Partner von ZEOK e.V. im Sinne des Reiserechts ist
der Reiseveranstalter ethnatour. Darüber hinaus
besteht eine Zusammenarbeit mit Sinai-Bedouin
(www.sinai-bedouin.com).

Reiseanmeldung und Informationen über:
Judit Smajdli: j.smajdli@gmx.de oder
Wolf-Dieter Seiwert w-d-seiwert@zeok.de

Anmeldeschluss:

3. Januar 2012 (für Februar 2012)

13. August 2012 (für September 2012)

Hier Anmeldung Studienreise!

Projektidee

Vielleicht stand am Anfang der Reiz des Unbekannten, vielleicht aber auch die Auflehnung gegen eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, die dem Volk der Saharauis seit 35 Jahren das Recht auf Selbstbestimmung verweigert.

Unsere  saharauische Partnerin ist eine NGO mit dem Namen „Asociación Ojos del Sahára. Centro ecológico y sociocultural“. Ihr Ziel besteht darin, der im Exil aufgewachsenen Jugend ihre kulturelle Identität zu erhalten. Gleichzeitig ist sie bemüht, für die Jugendlichen neue Einkommensquellen zu erschließen, ihre Eigeninitiative zu fördern und neue Freizeit- und Bildungsangebote zu entwickeln.

Das ZEOK unterstützt diese Vorhaben durch die Organisation von Sprach- und Erkundungsreisen.

Die Sprachkurse in den saharauischen Flüchtlingslagern bieten für Leute, die sich für die arabische
Sprache interessieren, eine außergewöhnliche Alternative zu etablierten Sprachschulen in Kairo, Damaskus oder Marrakesch. Sie ermöglichen den Teilnehmern, durch den direkten Kontakt mit den Menschen in den Flüchtlingslagern deren Befindlichkeiten persönlich kennenzulernen und ein klein wenig dazu beizutragen, ihre Situation zu verbessern.

Anreise und Unterkunft

Die Kosten für die Anreise mit dem Flugzeug nach Tindouf/Algerien (mit Umstieg in Algier) sind nicht im Reisepreis enthalten. Auf Wunsch können aber die Veranstalter die Buchung des Fluges Frankfurt/Main – Algier – Tindouf übernehmen.

Die Unterbringung erfolgt bei saharauischen Familien in Lehmhäusern oder Zelten. Die täglichen Mahlzeiten werden im Kreis der Familie eingenommen. Diese Form der Beherbergung verschafft den Familien ein Einkommen, das ihnen erlaubt ihre Bedürfnisse über die internationalen Hilfsleistungen hinaus zu befriedigen.

In den Lagern befinden sich Krankenhäuser, Märkte, Kindergärten, Grundschulen, einige weiterführende Schulen, Jugend- und Frauenzentren u.a. Strom wird hauptsächlich durch hauseigene Solaranlagen erzeugt. Die Wasserversorgung erfolgt mit Tankwagen, die das Wasser aus Tiefbrunnen auf die Haushalte verteilen. Außerdem steht Mineralwasser in den handelsüblichen  Plastikflaschen in ausreichender Menge zur Verfügung.

Sprachkurs und Begleitprogramm
Der Sprachkurs findet in einer Schule statt, die von allen Teilnehmern leicht erreichbar ist. Er umfasst 30  Unterrichtsstunden in der Woche. Es werden Kurse für Fortgeschrittene und für Anfänger angeboten.

Die Teilnehmer erhalten im Rahmen eines Begleitprogramms die Möglichkeit, die Flüchtlingslager und unterschiedliche Einrichtungen sowie die Umgebung der Lager besser kennenzulernen.

Zudem haben sie die Möglichkeit sich in den Flüchtlingslagern sozial zu engagieren, indem sie unserer Partnerorganisation helfen, ein interessantes Freizeit- und Bildungsangebot für junge Saharauis zu entwickeln und ihr Projekt eines ökologisch-soziokulturellen Zentrums für Jugendliche  zu verwirklichen. So können sich die Teilnehmer des Sprachkurses an der Dokumentation der traditionellen Kultur beteiligen oder am Aufbau eines naturverträglichen Tourismus mitwirken.

Sprachreisen_2012/13

Saharauische Kinder in Sachsen zu Gast

In den Flüchtlingslagern der Westsahara ist das Leben sehr schwierig für die Kinder: Sie erhalten zwar eine Schulbildung, doch Weiterbildung oder das Erlernen eines Berufs sind nicht möglich. Die Kinder erhalten nur eine Grundversorgung durch die Hilfslieferungen der Vereinten Nationen. Viele leiden unter Mangelerscheinungen. So hoffen die saharauischen Kinder ständig auf Hilfe. Das Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V. plant ab 2011 sechs bis acht saharauische Kinder für sechs Wochen nach Sachsen einzuladen, damit sie hier ihre Sommerferien verbringen können. In dieser Zeit werden sie betreut und es werden verschiedenste Ausflüge und Aktivitäten veranstaltet. Eine ärztliche Untersuchung wird Empfehlungen geben, wie die Gesundheit der Kinder während ihres Aufenthalts nachhaltig stabilisiert werden kann.

saharauische Kinderferien

Kulturreise in Flüchtlingslager der Westsahara

Workshops in saharauischen Flüchtlingslagern in Algerien, welche von einer Frauenkooperative betreut werden.

Kulturreisen

Westsahara-Konflikt: Keine Aktivitäten deutscher Unternehmen!


24. Mai 2012

Westsahara-Konflikt: Keine Aktivitäten deutscher Unternehmen!

Siemens wurde Ende März durch die Unternehmensberatung Roland Berger mit einem Preis für “erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensstrategie in Afrika” ausgezeichnet. Ute Koczy hat die Preisverleihung kritisiert. Bereits vor der Verleihung hatte sie Siemens um Stellungnahme zu Investitionen im von Marokko besetzten Gebiet der Westsahara gebeten.

Denn das Unternehmen gab Ende Januar bekannt, einen großen Auftrag für Windanlagen aus Marokko erhalten zu haben. Es handelt sich um die Investitionsstandorte Haouma und Foum El Qued. Die Problematik: Foum El Qued liegt auf westsahrauischem Gebiet.

Das heißt: Der Vertragsabschluss von Siemens ist völkerrechtlich höchstproblematisch und stärkt den  marokkanischen Besitzanspruch auf das Gebiet. Marokko verhindert das von der UN anvisierte Selbstbestimmungs-Referendum bereits seit 20 Jahren. In der aktuellen Resolution 2204 (2012) des UN Sicherheitsates wird auf die notwendige Neutralität in der Westsaharafrage hingewiesen. Ute Koczy hat Siemens ihre massiven Bedenken mitgeteilt und um Aufklärung gebeten. Es ist entscheidend, dass der Westsahara-Konflikt und das Verhalten deutscher Konzerne vor Ort endlich mehr mediale Aufmerksamkeit erfährt.

Genf: Länderbericht über Menschenrechte: Universal Periodic Review

16:17 Mittwoch, 23.Mai 2012

23-05-2012: [Kritische Ökologie – StdR] – Genf: Länderbericht über Menschenrechte: Universal Periodic Review


 

Vom 21. Mai bis 4. Juni tagt gerade der 13. Universal Periodic Review (UPR) vor dem Menschenrechtsrat in Genf. Hierbei handelt es sich um einen einzigartigen Prozess, worin jedes der 192 Mitgliedsstaaten alle vier Jahre einen umfassenden Bericht zur Lage der Menschenrechte vorstellen muss. Der UPR wurde am 15. März 2006 durch die Generalversammlung (Resolution 60/251) zusammen mit dem Menschenrechtsrat eingesetzt.

Gestern Nachmittag von 14:30 bis 18:00 wurde der UPR für Marokko vorgestellt und debattiert. Die marokkanische Delegation umfasste 26 Mitglieder; sie wurde von dem marokkanischen Justizminister, Mustapha Ramid, geleitet. Vor dem Hintergrund, dass beim vorherigen UPR für Marokko 2008 die schweren Menschenrechtsverletzungen in der Westsahara völlig verschwiegen wurden, hatte die internationale Zivilgesellschaft all ihre Möglichkeiten genutzt, die Lage der Menschenrechte in den von Marokko besetzten Gebieten der Westsahara zur Sprache zu bringen. 31 Menschenrechts- und Solidaritätsorganisationen waren berechtigt, Eingaben einzureichen; unter ihnen auch Western Sahara Resource Watch (WSRW) zusammen mit der saharauischen Menschenrechtsorganisation Sahara Thawra. Das entsprechende UN-Dokument (A/HRC/WG.6/13/Mar/3) schicke ich Ihnen bei artikuliertem Bedarf gerne als PDF (106 KB) zu.

Dieses Mal haben immerhin 11 Staaten bei ihren Empfehlungen explizit die Westsahara einbezogen; und zwar Costa Rica, Dänemark, Irland, Kanada, Norwegen, Schweden, Spanien, UK, Ukraine, Uruguay und USA. Die beiden lateinamerikanischen Staaten empfahlen die Menschenrechtsbeobachtung durch die MINURSO, die der Sicherheitsrat Ende April auf Betreiben Frankreichs und Marokkos wieder einmal nicht festgeschrieben hat.

Die Annahme des UPR-Berichts über Marokko ist für Freitag, den 25. Mai vorgesehen. Zum Abschluss erklärte der marokkanische Delegationsleiter, dass sein Land bereits in zwei Jahren einen erneuten Bericht vorlegen wird.

(eigener Bericht)

 

Stärke des Rechts [StdR] ist eine Initiative der Kritischen Ökologie / ifak e.V., die anlässlich des deutschen Sitzes im Weltsicherheitsrat unter Rot-Grüner Regierung [2003-2004] mit dem Ziel gegründet wurde, das Recht des Stärkeren durch eine nachhaltige Entwicklungsperspektive auch im Maghreb zu ersetzen. Die Initiative ist international mit WSRW vernetzt.

Wenn Sie keine derartigen Mails mehr bekommen möchten, betätigen Sie bitte die Antwortfunktion und setzen hinter [Kritische Ökologie – StdR] streichen!

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***************************** 
Axel Goldau (Mr.)
Kritische Oekologie / ifak e.V. 
- Redaktionsbüro - 
Malteserstr. 99k 
D-12249 Berlin 
Fon: +49[0]30 / 76 70 34 - 98; Fax - 99 
Email: redaktion@kritische-oekologie.de

Filme geben Flüchtlingen eine Stimme

News: Events

Das Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK) hat im Februar einen Film-Workshop für Flüchtlinge in den saharauischen Flüchtlingslagern in Algerien realisiert. Das humanitäre Bildungsprojekt “Saharawi Voice” wurde von Avid mit Media Composer 6 Schnittsoftware unterstützt. Seit der Vertreibung aus ihrer Heimat Westsahara vor 36 Jahren verharren hier ca. 165.000 Flüchtlinge unter härtesten Bedingungen. Das Projekt bildet die jungen Flüchtlinge in den Bereichen Film, Digital Storytelling und Internet aus. Träger ist das Europäische Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK, www.zeok.de).In dem Workshop, der im Februar startete, wird den jungen Flüchtlingen Handwerkszeug für das Erstellen von Filmen vermittelt. Mit einer Flip-Kamera interviewen sie andere Bewohner über ihre Erfahrungen im Flüchtlingslager. Die Videos sollen den Flüchtlingen dabei helfen, ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen und die erlebte Not auf kreativem Weg zu verarbeiten. Als Videoschnittprogramm kommt der Avid Media Composer 6 zum Einsatz.In der ersten Maiwoche wurde im Flüchtlingslager Dakhla das große Filmfestival “FiSaharah” (Festival de Cine del Sahara, http://www.fisahara.es/) veranstaltet, auf dem die “Saharawi Voice”-Videos präsentiert wurden. Auf dsem Festival wurden neben Dokumentationen zur Flüchtlings-Thematik auch einige spanische Filme gezeigt.

2011 fand der erste Durchlauf des „Saharawi Voice“-Projekts statt. Die damals erstellten Videos findet man online:
- projekteigene Website: http://www.saharawivoice.com/videos
- Facebook: https://www.facebook.com/saharawivoice
- YouTube: http://www.youtube.com/user/SAHARAWIVOICE
Die Homepage zum Projekt: http://project.saharawivoice.com/?lang=de
(5/12)www.mebu.com

West-Sahara aktuell. Berichte über die Flüchtlingslager

West-Sahara aktuell. Berichte über die Flüchtlingslager

Veröffentlicht am April 25, 2012 von zeokwestsahara

F 10 137 Z        West-Sahara aktuell. Berichte über die Flüchtlingslager
Die ehemals spanische Kolonie Sahara wurde 1975 vom Nachbarland Marokko gewaltsam besetzt. Ein Drittel der Bevölkerung floh nach Algerien. Unterdrückung und Diskriminierung in den besetzten Gebieten, härteste Lebensbedingungen und Perspektivlosigkeit in den Flüchtlingslagern prägen seitdem das Schicksal der saharauischen Bevölkerung. Immer wieder gibt es Berichte über Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten. Im Juni 2011 besuchte eine Delegation des Bundestages die Westsahara, um sich vor Ort ein Bild von der Lage der Bevölkerung zu machen. Sie führten Gespräche in den Flüchtlingslagern und in den besetzten Gebieten. Unter den Abgeordneten, die dem Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe angehören, befand sich auch Frank Heinrich, MdB.
Seit 2010 organisiert der in Leipzig ansässige Verein ZEOK e.V. Projekte, Sprachkurse und Studienaufenthalte in dem saharauischen Flüchtlingslager Laayun. Dadurch erhielten viele junge Leute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Möglichkeit, die prekäre Lage der Flüchtlinge vor Ort aus eigenem Erleben kennen zu lernen. Der neu gewählte Oberbürgermeister von Laayun wurde eingeladen, um als Vertreter der unmittelbar  Betroffenen die aktuelle Situation zu beleuchten.
Teilnehmende:     Frank Heinrich, MdB (Ausschuss für Menschenrechte),
                          Hamma Buniya, Oberbürgermeister der Wilaya Laayun (Algerien),
                          Mohamed Abba, Vertreter der Polisario in Sachsen,
                               Dr. Wolf-Dieter Seiwert, ZEOK e.V.
29.5., Di., 19 – 21 Uhr / 2,7 Ustd.        Die Veranstaltung der Politischen Bildung ist entgeltfrei.
Volkshochschule, Löhrstraße 3 – 7

Internationale Studentische Woche (vom 20.5. – 26.5.)

Vorstellungsstraße im Hörsaalgebäude Campus Augustusplatz (16.5. 10-14 Uhr)
An einem Info-Stand präsentiert ZEOK e.V. seine Projekte, darunter einen Arabischkurs und Kulturreisen in den
sahrauischen Flüchtlingslagern bei Tindouf/Algerien. In diesem Flüchtlingslagern im Südwesten Algeriens hat
ZEOK e.V. in Zusammenarbeit mit der saharauischen Regierung eine Sprachschule eingerichtet, die
Interessierten die Möglichkeit gibt, in engem Kontakt mit der Bevölkerung Grundkenntnisse in der arabischen
Sprache zu erwerben oder vorhandene Kenntnisse auszubauen. Außerdem betreut ZEOK e.V. ein ökologisches
Studienprojekt in den befreiten Gebieten der Westsahara, welches hier vorgestellt wird.
Politik und Brunch (24.5. 11-14 Uhr)
Wir laden alle interessierten Studenten/innen zum gemeinsamen Frühstück in den Garten des
Vereinshauses Leipziger Osten (Dresdner Str. 82) ein.
Neben ZEOK Mitgliedern, sollen Referenten/innen in Fünf-Minuten-Vorträgen über den “Arabischen Frühling” in
einer lockeren und angenehmen Atmosphäre diskutieren und zu einem gemeinsamen Gespräch kommen. Die
Kurzvorträge dienen der Vorstellung der Problematik und dazu werden Mitschnitte von Jugendlichen, welche
andere Jugendliche befragten, was sie über den Arabischen Frühling wissen, eingebunden.
Wer noch Zeit und Lust hat länger im Leipziger Osten zu verweilen.
>>> Afghanistan Hörspiel “Das Beckmann Prinzip”
Preisgekröntes Hörspiel aus einem Workshop beim SAEK Leipzig, August 2011.
Ausgangspunkt des Stückes ist das Drama “Draußen vor der Tür” von Wolfgang Borchert.
Autoren: Harika Dauth, Tobias Harnisch, Hanin Tischer, Angela Mund
-Informationsausstellung: Westsahara in der Volkshochschule Leipzig (16.5. - 26.5.)Etage 4
„Im Sande verlaufen“ – der vergessene Konflikt um die Westsahara
Die Informationsausstellung des ZEOK e.V. „Im Sande verlaufen“ – der vergessene Konflikt um die Westsahara,
möchte den Studierenden der Universität Leipzig einen Einblick in das Leben der Sahrauis vermitteln.
Studenten/innen aus ganz Deutschland dokumentierten während ihrer Sprachreise den Alltag der Sahrauis in
den Flüchtlingslagern. Die Ausstellung möchte an die andauernde Besatzung der Westsahara erinnern und hat
die Intention einem in Vergessenheit zu geratenem Konflikt eine Stimme zu verleihen.
Internationales Kinderfest am Sportcampus Jahnallee (26.5. 10-18 Uhr)
Weltkiste (Kiste mit Arbeitsmaterial für interkulturelle Frühförderung)
Die Kiste enthält Lese-, Mal- und Bastelbücher, einfache Karten, Karten für Grundschulkinder, CD`s,
Internationale Kalender, Bücher aus anderen Kulturkreisen, Spiele, Fotos, Bilder, Puppen, Alltagskultur.
Beschreibung des Vereins
Das Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V. (ZEOK) wurde 2004 gegründet und hat seinen
Sitz in Leipzig. Seine Mitglieder sind in der ganzen Bundesrepublik verteilt. Das Zentrum verfolgt das Ziel, den
kulturellen Dialog sowie das kulturelle Zusammenwirken von Orient und Okzident zu unterstützen, das
wechselseitige Verständnis zu erhöhen und das gemeinsame kulturelle Erbe in all seiner Vielfalt darzustellen
und zu pflegen.
Bitte erfragen Sie die aktuellen Projekte und Veranstaltungen in unserem Büro im
Vereinshaus Leipziger Osten, Dresdner Straße 82 (1. Etage).
Weitere Informationen im Internet unter: www.zeok.de Kontakt: Tel.: 0341-5298027 / Email:info@zeok.de

Im Sande verlaufen – Der vergessene Konflikt um die Westsahara

Mittwoch, 16.Mai.2012 – Freitag, 25.Mai.2012

Titel: Im Sande verlaufen – Der vergessene Konflikt um die Westsahara

Die im letzten Jahr konzipierte Informationsausstellung möchte den Studierenden der Universität Leipzig einen Einblick in das Leben der Sahrauis vermitteln. Student_innen aus ganz Deutschland dokumentierten während ihrer Sprachreise den Alltag der Sahrauis in den Flüchtlingslagern. Die Ausstellung möchte an die andauernde Besatzung der Westsahara erinnern und hat die Intention einem in Vergessenheit geratenen Konflikt eine Stimme zu verleihen.

Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V. (ZEOK) * MI 16.05. bis FR 25.05. * ganztags * Ort wird auf www.isw-leipzig.de bekannt gegeben * ggf. nicht barrierefrei

Veranstalter: ZEOK

Teltower Linke hat wieder ein Fest zum 1. Mai organisiert

Teltower Linke hat wieder ein Fest zum 1. Mai organisiert

TELTOW – Die Stadt Teltow ist für die Linken auch in diesem Jahr der wichtigste Ort im Landkreis, um den 1. Mai zu feiern. Das Programm des Volksfestes auf dem Puschkinplatz beginnt um 10 Uhr, Schluss ist um 18 Uhr. Zweimal, ab 11.20 Uhr und ab 14.30 Uhr, gibt es Gesprächsrunden. Bei der Vormittagsrunde stehen kommunale Themen wie die Wirtschaftsförderung in Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf im Mittelpunkt. Am Nachmittag werden als Gesprächsteilnehmer Finanzminister Helmuth Markov und der Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Scharfenberg (beide Linke) erwartet.Mit Ständen werden unter anderem die Grünen, die Piratenpartei und die Volkssolidarität, aber auch die FDP auf dem Fest vertreten sein. Kinder können sich auf einem Karussell und einer Hüpfburg vergnügen. Außerdem besteht die Möglichkeit zum Schminken und Basteln.

Hauptpreis einer Tombola ist ein Fahrrad. Der Erlös geht an Kinder aus der Westsahara. Die Beziehungen dorthin entstanden über Teltows französische Partnerstadt Gonfreville l’Orcher. Von dort werden auch Gäste beim Fest dabeisein, außerdem ein Vertreter der Unabhängigkeitsbewegung Polisario, die in der Westsahara eine Auseinandersetzung mit Marokko führt. Es besteht die Möglichkeit mit dem Abgesandten Gespräche über die Lage zu führen.

Marokko beansprucht die Westsahara als Teil seines Staatsgebietes, während die Polisario die Unabhängigkeit ausgerufen hat. Die Menschen in der Westsahara könnten ohne ausländische Hilfe nicht überleben, sagte Fest-Organisator Egon Greiner. Die Mittel kämen vor allem von der Uno. Auch zu Gunsten indischer Schulen soll es auf dem Maifest eine Spendenaktion geben. (Von Stephan Laude)

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Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12318103/60889/Teltower-Linke-hat-wieder-ein-Fest-zum-Mai.html

Westsahara: Politische Solidarität in Deutschland:15. Mai 2012

Senatsrat a. D.Gunther Hilliges Prof. Dr. Manfred O. Hinz
In der Poggenkuhle 37 Auf dem Heidberg 10D
28357 Bremen 27251 Neuenkirchen im
0421 273220 Sulingerland
G-hilliges@t-online.de 04245 786
mhinz@uni-bremen.de
Neuenkirchen / Bremen, den 26. März 2012
Westsahara: Politische Solidarität in Deutschland
Liebe Kollegen und Kolleginnen,
seit 37 hält Marokko den gröβeren Teil der ehemaligen spanischen Kolonie Westsahara besetzt. Für die Vereinten Nationen ist die Westsahara ein „non-selfgoverning“ Territorium im Sinne des Artikels 73 der Charta der Vereinten Nationen. Artikel; 73 bestimmt unter anderem, dass „non-selfgoverning“ Territorien, wie die Westsahara, als „sacred trust“ zu behandeln seien. Im diesem Sinne und gestützt durch die international akzeptierte Politik, koloniale Herrschaft zu beenden, ist den vom Kolonialismus Betroffenen die Möglichkeit zu geben, das Recht auf Selbstbestimmung auszuüben.
Die im Sinne der Charta der Vereinten Nationen bestehende internationale Verpflichtung schien für die Westsahara in Erfüllung zu gehen, als es nach langen Verhandlungen im Jahre 1988 gelungen war, einen auch von Marokko angenommenen Plan, im Territorium ein Referendum abzuhalten, zu vereinbaren. Dieses Referendum sollte den Menschen der Westsahahara die Gelegenheit geben, über das politische Schicksal des Territoriums abzustimmen. Das Referendum scheiterte jedoch am Widerstand Marokkos. Dessen ungeachtet unterhalten die Vereinten Nationen seit über 20 Jahren Minurso, eine militärisch-politische Mission, dessen Mandat es ist, das bisher vehinderte Referendum durchzuführen und seine freie und faire Durchführung zu sichern.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, der in seinen Entscheidungen ein Veto Frankreichs, desssen gegenwärtige Regierung treuer Parteigäner Marokkos ist, vermeiden will, beschränkt sich in seiner Beschlussfassung zur Westsahara im Wesentlichen darauf, sich regelmäβig vom Generalsekretär der Vereinten Nationen über die Stand der weitergeführten Verhandlungen unterrichten zu lassen und unter Bezug auf den Bericht das Mandat von Minurso zu verlängen.
Die Bewegungsunfähigkeit des Sichereitsrates kommt Marokko entgegen: jedes weitere Jahr erlaubt den marokkanischen Besatzern, weitere faits accomplis zu schaffen; jedes weitere Jahr trägt dazu bei, dass die Öffentlichkeit den Konflikt um die Westsahara weiter aus den Augen verliert – der Verlust an Publizität ist gewissermaβen die Rache der guten Tat, den bewaffneten Kampf mit einem Waffenstillstand zu beenden.
Für die deutsche Politik ist die Westsahara kein Thema. In der deutschen Zivilgesellschaft spielt die Westsahara seit der Auflösunge der Gesellscgaft der Freunde des Sahrauischen Volkes keine Rolle. Absicht dieses Schreibens ist, interessierte Kollegen und Kolleginnen, Freunde und Freundinnen einzuladen, mit uns zusammen zu überlegen, ob es nicht doch wieder an der Zeit ist, eine „deutsche Stimme“ zur Westsahara zu organisieren. Wir lesen Berichte über bedrohliche Entwicklungen in den Flüchtlingslagern der Sahraui, denen zunehmend notwendige Lebensmittel fehlen; wir lesen über den zunehmenden sahrauischen Widerstand in den Gebieten unter marokkanischer Kontrolle; wir erfahren Berichte über fortgesetzte Verletzungen der Menschenrechte der Bevölkerung der Westsahara. Sollte dies nicht Anlass sein, über eine „deutsche Stimme“ nachzudenken?
Immerhin war es anlässlich des Besuches einer Gruppe sahrauischer Frauen in Deutschland im März dieses Jahres möglich, dem Auswärtigen Amt der Bundsrepublik einen Brief betroffener Bürger und Bürgerinnen zu überreichen, indem der deutsche Auβenminister ersucht wird, bei den anstehenden Verhadlungen des Sicherheitsrates zur Situation in der Westsahara darauf hinzuwirken, das Mandat von Minurso um die Aufgabe der Beobachtung und Dokumentation der Menschenrechtslage in der Westsahara zu erweitern. Ausdrücklich hervorgehoben wurde dabei allerdings, dass die Mandatserweiterung für Minurso das grundsätzliche Ziel der Selbstbestimmung durch ein Referendum nicht auβer Acht lasse. Die vorgeschlagene Mandatserweiterung wurde bereits vor Jahren von amnesty international gefordert; Frankreich verhinderte die entsprechende Beschlussfassung im Sicherheistrat bisher erfolgreich.
Auch wenn das Europäische Parlament, die Fortschreibung des Fischereiabkommens mit Marokko abgelehnt hat, nehmen wir gleichzeit auch wahr, dass ein Konzern wie Siemens keine Bedenken hat, mit Marokko die Errichtung eines Windkraftwerkes in der Westsahara zu vereinbaren, und damit zur weiteren Verfestigung Marokkos im Territorium beizutragen. Wir nehmen auch mit Sorge zur Kenntnis, dass – gewissermaβen auf der Kehrseite der international geduldeten Verzögerung einer Lösung des Westshahara Problems – jüngere Sahrauis, von denen einige nur die Flüchlingslager als Heimat kennen, die Politik der Verhandlungen in Frage stellen und offen die Rückkehr zum bewaffneten Kampf fordern. Noch konnte der letzte Kongress der Frente Polisarion im Spätjahr 2011 dieser Politik entgegenhalten. Noch sind diejenigen, die nach Waffen rufen, bereit, das Wort der Polisario Führung zu akzeptieren. Wie lange noch? Wollen wir hinnehmen, dass aus einer Spannungslage in dem mit Europa vielfältig verbundenen Nordafrika ein weiterer, kaum mehr kontrollierbarer und fur die Region folgenreicher offener Konflikt entsteht?
Die Autoren dieses Schreibens waren und sind der Solidarität mit der Westsahara seit vielen Jahren verbunden. Der eine über seine Arbeit bei terre des hommes und dem Landesamt für Entwicklungszusammenarbeit der Freien Hansestadt Bremen, das dieser bis zum Jahre 2005 leitete; der andere als Mitinitiator der Gesellschaft der Freunde des Sahrauischen Volkes. Auch wenn letzerer über Jahre der Arbeit im südlichen Afrika an Fragen zur Westsahara nur über die Distanz teilhaben konnte, verlieβ ihn das Interesse an der Westsahara nie. Nach langem Überlegen sind beide Autoren dieses Schreibens der Anregung von KollegInnen und FreundInnen gefolgt und haben entschieden, eine neue Initiative zu versuchen.
Wir möchten zu einem Gesspräch über die Widerbelebung politischer Solidariät in Sachen Westsahara einladen. Wir haben entschieden, das Gespräch in Bremen beginnen zu lassen, nicht nur weil wir beide zu dieser Stadt gehören, sondern, weil Bremen wichtiger Ort der sahrauischen Solidarität war und weiterhin ist.
Das geplamte Treffen steht unter dem Motto:
Westshara: Die letzte Kolonie in Afrika – ein europäisches Problem?
Wir wollen uns am
15. Mai 2012
im Europapunkt
um 17:00 treffen
und würden uns freuen, möglichst viele von Ihnen / Euch zu sehen.
Mit besten Grüβen
gez.
Gunther Hilliges Manfred Hinz
PS: Der Treffort Europapunkt ist im Gebäude der Bremischen Bürgerschaft, Am Markt.

Pressemitteilung

Pressemitteilung:

Die Westsahara ist die letzten Kolonie Afrikas. Sie wurde völkerrechtswidrig von Marokko besetzt und Menschenrechtsverletzungen geschehen in den besetzten Gebieten täglich. Deswegen wird die UNO aufgefordert, ihren dort stationierten Truppen (MINURSO) einen entsprechenden Schutzauftrag zu erteilen.

Um dieser Forderung Gehör zu verschaffen, fanden am Samstag, den 14.04.2012 zeitgleich in Madrid, Paris, London, Wien, Oslo, Stockholm, Helsinki, Rom, Den Haag, Brüssel und Berlin, aber auch in den saharauischen Flüchtlingslagern in Algerien sowie in den besetzten Gebieten Aktionen statt.

Eine Gruppe in Melbourne hatte bereits am 13.04. den Anfang gemacht. Die Aktionen standen unter dem Motto „MINURSO: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen!“ und wurden durch jeweils drei Affen dargestellt.
Wie in vielen der anderen Städte fand die Aktion in Berlin vor der französischen Botschaft statt, weil Frankreich die Besatzungsmacht Marokko in jeder Hinsicht unterstützt und selbst die Frage der Menschenrechtsbeobachtung mit Vetodrohungen im Sicherheitsrat der UN zu verhindern weiß.

Getragen wurden diese Aktionen von der saharauischen Studierendenvertretung (UESARIO) und Unterstützergruppen in verschiedenen Ländern. An der Aktion in Berlin beteiligte sich u.a. Volker Beck (die Grünen), Mitglied im Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.

Die Enttäuschung über den mittlerweile 20jährigen ergebnislosen Verhandlungsprozeß bei der UNO ist insbesondere bei jungen Saharauis, die unter der Besatzung oder unter extremen Bedingungen in Flüchtlingslagern leben müssen, sehr groß. Ein Ende des gegenwärtigen Waffenstillstands wird vielfach gefordert. Der Sicherheitsrat der UN, der nun im April über eine Fortsetzung des MINURSO-Mandats befinden muss, sollte sich dieser Enttäuschung und Ungeduld gerade der jungen Saharauis bewußt sein und nachdrücklicher für die Lösung des Konfliktes einsetzen, um eine mögliche militärische Eskalation noch verhindern zu können.
Mehr Bilder und Berichte zu den Aktionen in den unterschiedlichen Städten sowie der gemeinsame Brief an den UNO-Sicherheitsrat sind auf folgendem BLOG zu finden:

http://minurso.tumblr.com/

Projektgruppe Westsahara

(16.04.2012)

„Westsahara – Der vergessene Konflikt: Bericht aus der Region“

Westsahara-Veranstaltungs
24. April 2012 in Leipzig, WK-Büro Wolfgang Tiefensee, Leipzig
(Büro Angelika Graf Berlin, Büro Wolfgang Tiefensee Leipzig)

Veranstaltungstitel:
„Westsahara – Der vergessene Konflikt: Bericht aus der Region“
Wie kann eine Lösung des Konflikts aussehen? Wie kann die Situation der Menschen in der Westsahara und in den Flüchtlingslagern verbessert werden? Welche Möglichkeiten haben Deutschland und die Europäische Union?

Referentin:
Angelika Graf, MdB, ist stellvertretende Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion. Zuletzt reiste sie mit einer Delegation des Bundestages im Juni 2011 vor Ort, um sich über die aktuelle Lage und die Situation in den Flüchtlingslagern und besetzten Gebieten der Westsahara zu informieren.

Programm:
Beginn 18h, Ende 20h

1.    Begrüßung durch Wolfgang Tiefensee, MdB
2.    Kurze Einführung in den Konflikt durch Dr. Wolf-Dieter Seiwert, Vorstandsmitglied im Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK e.V.), Projektleiter Westsahara
3.    Vortrag Angelika Graf, MdB
4.    Offene Fragerunde mit den TeilnehmerInnen; Moderation Wolfgang Tiefensee
5.    Schlusswort durch Mohamed Abba, Vertretung der Frente Polisario in Sachsen